Begrifflichkeiten im Bergbau

Nachfolgend werden einige bergmännische Begriffe kurz und knapp erklärt.
Berghauptmann oberster Beamter eines Reviers
Binge, auch Pinge durch Einbruch von Bergwerken entstandene Krater (z.B. Binge in Seiffen, in Geyer)
Erzgang erzhaltige Ausfüllung von Spalten
Fahrten Leitern
Gewerkschaft Geldgeber einer Grube (im Fortunastollen im 19. Jh. Gewerkschaft Fortuna Morgenröthe)
Habit Kleidung der Bergleute, ist heute bei Bergaufzügen zu bewundern
Huthaus Umkleidehaus für Bergleute, incl. Kapelle und Glocke
Kaue Wetterschutz für einen Schacht
Knappe Arbeiter (Tagelöhner) im Schacht
Kunstgraben Wassergraben
Markscheider Vermesser untertage
Kuxe Anteilscheine an einem Bergbaubetrieb (vergleichbar mit Aktien)
Lagergang s. schwebender Gang
Mettenschicht Weihnachtsgottesdienst im Huthaus, in Festuniform gehalten
Pinge ausserhalb des Erzgebirges gebräuchlicher als 'Binge', Erklärung s.dort
Schacht senkrechte oder schräge Grabung (Gegensatz zu Stollen)
schwebender Gang waagerechter Erzgang
stehender Gang senkrechter Erzgang
steiler Gang geneigter Erzgang (teilweise auch als 'stehender Gang mit X° Neigungwinkel' bezeichnet)
Radstube da befindet sich ein Wasserrad
Saigern (metallurgisches) Reinigen von (Bunt-)Metallen, z.B. in der Saigerhütte Grünthal u.a. Kupfer
Steiger fachlicher Leiter des Bergwerks
Stollen waagerechter Gang mit Ausgang an die Erdoberfläche
Strecke waagerechter Gang ohne Ausgang an die Erdoberfläche
taubes Gestein Gestein ohne (verwertbares) Erz
Versatz taubes Gestein, mit dem Hohlräume verfüllt werden
Wasserkunst Anlage zur Umleitung von Wasser
Wetter die Luft im Bergwerk
Wetterführung alle Einrichtungen, die zur Frischluftversorgung und Abluftentsorgung bestehen, in mittelalterlichen Schächten sind dies v.a. Schächte und Stollen.
 
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