Der Bergbau im Gebiet Seiffen - Sankt Katharinaberg
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| Im benachbarten Seiffen wurde
seit Beginn des 14. Jahrhunderts Zinn aus dem Flussbett ('Zinnseiffen')
gewonnen. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts begann der eigentliche Bergbau
im festen Gestein. Das Bergregal, d.h. die Oberaufsicht über die
Bergwerke und ihre Produkte, hatte der Grundherr, die Familie von Schönberg
(Schloss Purschenstein/Neuhausen). Neben Pochwerken entstanden in
Seiffen auch Zinnschmelzhütten. Da das natürliche Wasser des
Seiffenbaches nicht ausreichte, baute man 1600 eine Wasserkunst
(='Heidengraben'). Der Heidegraben überwand auf seinem Weg vom
Quellgebiet der Schweinitz in Bad Einsiedel nach Seiffen eine
Wasserscheide. Der Niedergang des Bergbaus wird auf das Ende des 17.
Jahrhunderts datiert. Die arbeitslosen Bergleute widmeten sich verstärkt
der Holzbearbeitung. Eingestellt wurde der Bergbau in Seiffen 1855.
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| Der Bergbau in Sankt Katharinaberg beginnt um 1300. Dieser wurde
bis zur Zerstörung der Bergbauanlagen durch die Hussiten 1429
betrieben. Um 1486 wurde der Bergbau wieder aufgenommen. In
Katharinaberg wurde in dieser Zeit Silber und Kupfer abgebaut. Um 1528
erhält die Stadt Sankt Katharinaberg die Königlichen
Stadtrechte und wird Bergstadt. |
| Durch eine unbedachte Wirtschaftspolitik des Grundherrn geriet der
Katharinaberger Bergbau während des 30jährigen Krieges in die
Krise. Erst nach dem Wechsel der Grundherrschaft 1707 gab es einen
Aufschwung. Ab etwa 1760 erschöpften sich die Erzgänge und
1807 wurde der Bergbau eingestellt. Um 1850 wurde versucht, den Bergbau
wieder in Gang zu setzen. Aus Mangel an Kapital wurde das Unternehmen
abgebrochen. Ausser Kupfer und Silber wurde auch noch Blei, Eiseen,
Zinn, Arsen und Zink gefunden. |
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