Die Geschichte des Bernsteinzimmer

Der Preußische König  Friedrich I  ließ das Bernsteinzimmer im Schloß Charlottenburg bauen. Der vom dänischen Hof stammende Gottfried Wolffram begann es 1701. Später wurden die Danziger Bernsteinmeister  Ernst Schacht und Gottfried Turow zu den leitenden Bernsteinmeistern berufen. Im Jahre 1713 wurde das Bernsteinzimmer vollendet.
Im Jahr 1713 wurde Peter I (auch P. der Große) das Bernsteinzimmer bei einem Staatsbesuch gezeigt. Da es ihm gefiel, schenkte König  Friedrich  Wilhelm I es ihm später (wahrscheinlich 1716). Als Gegengeschenk schickte Peter I. 55 Lange Kerls (Soldaten, die größer als 2m waren) nach Berlin. 
Nachdem das Bernsteinzimmer 1717 aus Berlin abgeholt wurde, lagerte es einige Zeit in Petersburg, bevor es 1755 in Zarskoje Selo (heute Puschkin) aufgebaut wurde. Mit einigen Rokokoergänzungen wurde der Einbau 1760 vollendet. 
Das Bernsteinzimmer besteht aus Wandverkleidung, Bilderrahmen und Möbel. Alle Komponenten sind an der Oberfläche mit Bernstein verblendet, daher der Name. 
Dieses einzigartige Kunstwerk wurde im zweiten Weltkrieg von den Deutschen aus dem russischen Schloss geraubt und in das Königsberger Schloss verbracht. Dort wurde es aufgebaut und zur Besichtigung freigegeben. Als absehbar war, daß Königsberg von den sowjetischen Armee angegriffen werden könnte, wurde das Bernsteinzimmer demontiert und in Transportkisten verpackt. 
Alles was weitere ist ungesichert. Es gibt drei große Theorien über den Verbleib des Bernsteinzimmers. 
1.) Das Bernsteinzimmer konnte nicht gerettet werden, da es im Königsberger Schloß bzw. auf dem Transport vernichtet wurde. 
2.) Das Bernsteinzimmer wurde von einer Siegermacht bzw. einem Soldaten konfisziert. 
3.) Das Bernsteinzimmer wurde in einem noch nicht entdeckten Depot gelagert. 
Mehr zu den verschiedenen Theorien und ihren Verfechtern finden sie hier.
 
P.S.:       Im Jahre 1997 tauchte ein Bild und eine Anrichte aus dem Bernsteinzimmer in Bremen auf (s. Linkliste). 
P.P.S.:    Die Russen bauen z. Zt. das Bernsteinzimmer originalgetreu nach (s. Linkliste). Arbeitsproben waren im Frühjahr 2001 im Karstadt in Dresden zu besichtigen. Es war sehr beeindruckend.
 
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